Stefan Mückl: Das Tausendjährige Reich

01/02/2014 Kommentare deaktiviert für Stefan Mückl: Das Tausendjährige Reich

Interview mit dem „VATICAN magazin“

Am 28. Januar 814 – also vor zwölfhundert Jahren – starb Karl der Große in Aachen. Warum war er eine der wichtigsten Figuren der Europäischen Geschichte?
Karl der Große schuf etwas gewaltiges Neues, stellte es aber doch in die Kontinuität des überlieferten Alten. Nach den Wirren der Völkerwanderungszeit vermochte er es, ein Reich von abendländischer Weite zu errichten, erkannte aber zugleich, dass dieses Reich für seine Einheit und seinen Fortbestand eine „innere Klammer“ benötigte. Diese suchte und fand er in der römischen Kirche − hier zeigt sich eine langfristige Konstante der Politik der Franken, die sich ja bekanntlich als einziger germanischer Volksstamm direkt vom Heidentum zum Christentum der römischen Kirche bekehrt hatten (während die übrigen Stämme zunächst arianisch geworden waren). Dieses Bündnis mit der Kirche war umfassend: Karl der Große bezieht Bischöfe und Äbte in die Hierarchie seines Reiches ein, versteht sich als Verteidiger und Helfer der Kirche (Devotus Sanctae Ecclesiae defensor et humilis adiutor) und macht die von der Kirche überlieferte Bildung und Kultur für seine Zeit fruchtbar. Die große Transformationsleistung der „karolingischen Renaissance“ wäre ohne das Wirken der von ihm geförderten Klöster unvorstellbar gewesen. Höhepunkt dieser Verbindung von Altem und Neuem schließlich ist die Wiederherstellung des abendländischen Kaisertums durch seine Krönung am Weihnachtsfest des Jahres 800 in Sankt Peter in Rom.

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