Martin Schlag: Pope Francis and the Joy of the Gospel

19/12/2013 Kommentare deaktiviert für Martin Schlag: Pope Francis and the Joy of the Gospel

When Pope Francis (who by the way just signs as Francis without “Pope”) published his Apostolic Exhortation Evangelii Gaudium (Joy of the Gospel), I made the mistake of starting with only the 12 first numbers, and then jumping immediately to the passages on the economy. It quite spoilt my understanding of this revolutionary document. I thought it was anti-market economy, anti-American, anti-finance, “anti-everything that works”.

However, I have now read the whole text in Spanish (the English translation is not free of mistakes), and my perception has completely changed. It is an important text, and I would say, in many respects a real breakthrough.

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Guido Hülsmann: „Diese Wirtschaft tötet“, sagt der Papst. Welche meint er?

16/12/2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Lesart seines Lehrschreibens, wir bräuchten mehr Staat, wird Franziskus nicht gerecht und verkehrt sein Anliegen ins Gegenteil

Ende November erschien ein Apostolisches Schreiben, in dem Papst Franziskus zur Erneuerung von Kirche und Welt aufrief. Natürlich ist eine Erneuerung aus dem Heiligen Geist gemeint, und die Triebkraft dieser Reform sieht der Papst in der inneren Freude, die aus der Frohen Botschaft des Neuen Testaments entspringt. Daher auch der Titel seines Schreibens: Evangelii Gaudium – Freude des Evangeliums.

Aus dieser schönen Schrift ist vor allem ein Satz in die Schlagzeilen des deutschen Blätterwaldes gedrungen: „Diese Wirtschaft tötet“. In dem betreffenden Paragraphen heißt es weiter: „Es ist unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht. Das ist Ausschließung. Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden. Das ist soziale Ungleichheit. Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren ab, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichte macht. Als Folge dieser Situation sehen sich große Massen der Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt: ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg. Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann.“ (§ 53) Ähnliche Sätze prägen die anderen Paragraphen, in denen von der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lage die Rede ist.

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Frank Schäffler: Katholische Tradition statt päpstlicher Irrweg

10/12/2013 Kommentare deaktiviert für Frank Schäffler: Katholische Tradition statt päpstlicher Irrweg

Die Kirchen tun sich gerade in Deutschland schwer mit der Marktwirtschaft. Gleichzeitig sind sie Teil derselben. Caritas und Diakonie sind die größten Arbeitgeber in diesem Land, und die katholische Kirche ist das älteste „Unternehmen“ der Welt. Dennoch fallen beide großen christlichen Kirchen dadurch auf, dass sie immer wieder gerade mit der Marktwirtschaft hart ins Gericht gehen. Jüngst hat dies Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ getan. „Wir dürfen nicht mehr auf die blinden Kräfte und die unsichtbare Hand des Marktes vertrauen“, schreibt er. Und: „Während die Einkommen einiger weniger exponentiell steigen, sind die der Mehrheit immer weiter entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit. Diese Ungleichheit geht auf Ideologien zurück, die die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen“, so der Heilige Vater.

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Frank Schäffler: Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut

13/11/2013 Kommentare deaktiviert für Frank Schäffler: Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut

Der große englische Liberale des 19. Jahrhunderts Lord Acton hat den Satz geprägt: “Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut”. Für Liberale geht es schon immer um eine Begrenzung von Macht durch die Teilung derselben. Die klassischen Liberalen waren daher in ihrer Geschichte für föderale Strukturen, um politische Macht zu begrenzen. “Dezentral vor zentral”, “klein statt groß”, “Vielfalt schlägt Einfalt” und “Privat kommt vor Staat” sind die Maximen der Machtbegrenzung. Liberale sind deshalb für Marktwirtschaft, weil eine marktwirtschaftliche Ordnung auf die Machteilung durch die Vielen setzt. Liberale sind für freien Marktzugang deshalb, weil Marktwirtschaft ein Kommen und Gehen ist. Blackberry und Nokia, Quelle und Neckermann, oder General Motors und Texaco sind Beispiele des Auf und Ab. Keiner kann sich auf Dauer ausruhen und seine Macht zu Lasten des Konsumenten missbrauchen. Was und wer sorgt dann für Machtkonzentration und deren Beharrlichkeit? Es ist der Staat selbst, der diese Entwicklung durch Zwang durchsetzt.

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Guido Hülsmann: Wege aus der Armut

13/11/2013 Kommentare deaktiviert für Guido Hülsmann: Wege aus der Armut

Die materielle Armut ist in den letzten 30 Jahren weltweit stark gesunken. Es gibt sehr viel weniger Hungersnöte, und viele Länder Asiens und Südamerikas haben eine beachtliche wirtschaftliche Entwicklung erfahren. Doch diese Fortschritte wurden keineswegs überall im gleichen Maße erzielt, und für viele Menschen gab es auch Rückschritte. In Westeuropa und in den USA gibt es eine „neue“ Verarmung, die sich heute bereits in Form der Altersarmut bemerkbar macht, aber auch in einer schrumpfenden Mittelschicht niederschlägt. Aller Voraussicht nach wird uns das Thema Armut in den nächsten Jahren zunehmend beschäftigen.

Nur wenige Menschen erstreben ein Leben als Bettelmönch oder als Eremit, aber immerhin ist es bemerkenswert, dass einige überhaupt ein Leben in Armut wählen. Noch bemerkenswerter ist das hauptsächliche Motiv dieser Wahl: Sie verschafft Zeit zur Beseitigung der spirituellen Armut. Wer sich vom Ballast der materiellen Sorgen befreit, ebnet sich den Weg zu Gott und zu den Mitmenschen.

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Martin Rhonheimer: Leben auf dem Pulverfass

02/11/2013 Kommentare deaktiviert für Martin Rhonheimer: Leben auf dem Pulverfass

Interview mit dem „VATICAN magazin“

Als Ihr Buch „Christentum und säkularer Staat“ erschienen ist, war Joseph Ratzinger noch amtierender Papst und Benedikt XVI. hat Sie in sein „appartamento“ zum Essen eingeladen. Warum das Interesse des deutschen Papstes an Ihrem Werk – oder wollten Sie unbedingt, dass er es wahrnimmt?

Schon in seiner Zeit als Präfekt der Glaubenskongregation hatte ich regelmäßige Beziehungen mit dem späteren Benedikt XVI. Wir tauschten auch Publikationen aus. Auch als er schon Papst war, schickte ich ihm zuweilen Veröffentlichungen von mir. Mein Buch „Christentum und säkularer Staat“, so dachte ich, würde ihn wohl ganz besonders interessieren, es nimmt ja auch Stellung zu Problemen, die während seines Pontifikats besonders brennend waren, und es bezieht sich auch auf Benedikts Äußerungen zu diesen Fragen. So bat ich ihn denn brieflich um eine Gelegenheit, ihm das Buch persönlich überreichen zu können, und erhielt die überraschende Einladung zum gemeinsamen Abendessen. Vielleicht sah Benedikt darin auch eine Gelegenheit, sich dafür zu revanchieren, dass ich ihn vor Jahren, als er noch Präfekt der Glaubenskongregation war, einmal zum Mittagessen eingeladen hatte…

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Martin Schlag: Pacem in Terris – The Economic Crisis and the Renewal of the Hierarchy of Values

28/10/2013 Kommentare deaktiviert für Martin Schlag: Pacem in Terris – The Economic Crisis and the Renewal of the Hierarchy of Values

Pope Francis has repeatedly stated that the economic crisis is a moral-cultural crisis of man. The crisis in which we find ourselves is not solely an economic crisis. It is a deeply rooted cultural crisis that specifically affects Western civilization. However, economic factors do play an important role therein: poverty, public and private debt, and unemployment are just some of the symptoms that point to underlying moral issues. Moreover, globally speaking, not only the West but also the rest of the world is suffering from severe tensions, taking the form of political extremism, terrorism, and war, that ultimately have their roots in crass economic inequalities and moral failures. their roots in crass economic inequalities and moral failures.  Thus, it is not wrong to speak of a global economic and cultural crisis. Its existence confirms the truth of Blessed Pope John XXIII’s words in his encyclical Pacem in Terris: “The world will never be the dwelling-place of peace, till peace has found a home in the heart of each and every human person, till all preserve within themselves the order ordained by God to be preserved.”

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